
Vom Tauchen mit Walhaien und anderen Herausforderungen
Samstag, 1. Mai 2010
Der erste Tag ließ schon auf eine super spannende, aber vor allem lustige Woche hoffen. Bei einem leckeren Frühstück hatten wir erst einmal die Möglichkeit, unsere Mitstreiter und natürlich auch die Jurymitglieder ein wenig kennenzulernen. Wir saßen gemütlich zusammen und lauschten gespannt, was Chris – der Manager des Touranbieters Easyrider - zu erzählen hatte. Schon in diesem Gespräch konnte man sehr gut heraushören, dass es zwar eine anstrengende Woche voller Abenteuer und Action wird, jedoch nie das Wort “Wettkampf” oder “Kontrahenten” fiel. Super schnell sind wir, die Finalisten und die Jury, zu einer großen Familie zusammengewachsen und hatten einfach eine extrem tolle Zeit zusammen.
Los ging’s mit einer Erkundungstour durch Coral Bay. Schon hier hatten wir die Chance, ein paar Locals kennenzulernen. Später wurden wir in drei Zweiergruppen eingeteilt, in welchen wir die folgenden drei ‘Adventure Days’ erleben durften. Bei einer gemeinsamen Schnorcheltour durch das Ningaloo Riff konnte jeder seine Schnorchelfähigkeiten austesten, was bei allen problemfrei geklappt hat. Zurück im Hauptquartier war jedoch keine Zeit zum Ausruhen, denn es ging direkt weiter zur Schatzsuche. Hier wurde (auf spaßige Art und Weise) getestet, ob wir bei unserer Erkundungstour aufmerksam waren. Verschiedene Hinweise haben uns kreuz und quer durch den Ort gejagt, wobei so mancher ein wenig verwirrt genau am falschen Ende der Coral Bay endete. Dem Gewinner winkte allerdings ein toller Preis entgegen: Ein Scenic Flight über die Coral Bay!
Erschöpft von diesem Tag haben wir gemütlich zu Abend gegessen und gemeinsam den Sonnenuntergang beobachtet. Ins Bett ging danach dann aber doch niemand, da die ‘Manta Bar’ im Hostel ein beliebter Treffpunkt für jedermann ist und wir somit die Chance hatten, noch mehr Leute kennenzulernen. Und wie geht das besser, als bei ein paar Bier an der Bar?
Sonntag, 2. Mai 2010
Am nächsten Morgen wurden wir um 6.30 Uhr von unserem Coach Cleggy geweckt, aus den Betten gezerrt und an den Strand geschleppt, wobei wir wie jeden weiteren Morgen auch, die Sonne begrüßen und frisch in den Tag starten konnten. Da war auch gleich jeglicher Kater von einem Bier zu viel am Vorabend wie weggeblasen. Das Abenteuer konnte also beginnen! Die nächsten drei Tage waren voller atemberaubender Erlebnisse. Ich war in der dritten Gruppe, gemeinsam mit Ernesto, einem Italiener. Für uns stand eine Kayaktour auf dem Plan. Bikini und Schnorchelausrüstung nicht vergessen, das braucht man hier bei so ziemlich jeder Aktivität. Das Kayakfahren war ein Riesenspaß, auch wenn es ein wenig anstrengend ist, vor allem wenn man weiter raus paddelt und die Wellen ein wenig größer werden. Bei den meisten unserer Touren waren ein bis zwei Jurymitglieder dabei, um uns helfend zur Hand zu gehen, aber natürlich auch um uns ein wenig zu beobachten.
Nach unserer Kayaktour stand für Ernesto und mich noch Partyorganisation auf dem Plan. Jede Gruppe bekam hierfür ein Motto gestellt. Unsere Party sollte also eine Beach Party werden. Mit ein paar Eimern bewaffnet, machten wir uns auf den Weg zu den Sanddünen, um ein bisschen echten Sand in das Hostel zu bekommen. Wir schmückten den Raum mit ein paar Palmen, preparierten gefühlte tausend Wasserbomben und überlegten uns lustige Partyspiele. Der Pool durfte dabei natürlich nicht außen vor bleiben, so wurde die Party zu einem sehr nassen Spaß.
Montag, 3. Mai 2010
Am nächsten Tag waren mir mit den Quadbikes unterwegs. Ein weiteres tolles Erlebnis, das man wohl nie vergessen wird. Super schnell über den Strand rasen, oder mutig eine riesige Sanddüne hinuntersausen, was gibt es Besseres? Am Nachmittag konnten wir noch eine Tour mit dem „Glass Bottom Boat“ machen, was bis dahin mein Highlight war. Man kann die wunderschönen Korallen nicht nur durch den Glasboden beobachten, man geht auch schnorcheln, wobei wir Schildkröten und sogar drei sogenannte „White Tip Haie“ gesehen haben. Atemberaubend schön und mal wieder Abenteuer pur! Unsere Freizeit verbrachten wir meistens mit Volleyballspielen im Pool, gemeinsamem Chillout am Strand oder natürlich mit der Vorbereitung unserer Präsentationen. Jeder Finalist bekam am ersten Tag ein Thema gestellt, über das er am Ende der Woche vor der Jury referieren sollte. Mein Thema war „Aussie Beers & Barbies“. Hierzu habe ich also Interviews mit den verschiedensten Leuten geführt (Locals, Touris, Jurymitglieder), um ein bisschen über ihre Barbecue-Vorlieben und Erlebnisse zu erfahren.
Dienstag, 4. Mai 2010
Am dritten Tag hieß es für Ernesto und mich endlich: Auf zu den Walhaien! Ich war so nervös und hatte mich schon die ganze Zeit riesig darauf gefreut. So mancher ist auf dem Boot seekrank geworden, wovor ich sehr Angst hatte, aber es hat sich herausgestellt, dass ich das Schaukeln sogar äußerst amüsant fand. Auf dem Boot wurde einem dann einiges über Walhaie erzählt und man durfte Fragen über Fragen stellen, bis man sich sicher war, mit ihnen ins Wasser springen zu wollen. Währenddessen flog ein kleines Flugzeug über das Meer, das dazu da war die Walhaie zu sichten und uns die genauen Koordinaten durchzugeben. Sobald wir was von dem Piloten hörten, rasten wir los, um vor anderen Booten da zu sein und den Walhai als erstes zu Gesicht zu bekommen. Wir hatten Glück und konnten direkt ins Wasser. Hierbei musste man darauf achten, dass man zwar so schnell wie möglich ins Wasser kam, allerdings so sanft wie möglich ins Wasser glitt, um den Meeresriesen nicht zu erschrecken. Und dann ging’s los: Man folgte dem Tourguide und hielt die Augen offen, bis plötzlich dieses riesige Tier auf einen zukam und einem das Herz fast heraussprang. Das war so aufregend, unbeschreiblich! Wir konnten insgesamt viermal ins Wasser und haben zwei verschiedene Walhaie gesehen. Einen mit 5 Metern und einen mit 7 Metern. Unglaublich! Das war ein Erlebnis, das sich tief in mein Gehirn eingebrannt hat und ich kann es nur jedem empfehlen.
Mittwoch, 5. Mai 2010
Der nächste Tag war unser „Actiontag“, als ob wir noch nicht genug Action gehabt hätten! Aber jeder war natürlich noch so im Fieber, dass sich alle sofort ins weitere Abenteuer gestürzt haben, ohne einen Anflug von Müdigkeit zu zeigen. Wir waren Sandboarden auf riesigen Sanddünen, haben Frisbee gespielt und „Tony’s Caterpillar Thing“ ausprobiert, was quasi ein riesiger runder Schlauch aus Plastikfolie war, in dem wir alle standen und dann versuchen mussten vorwärts zu kommen. Am Mittwoch war dann auch die letzte von uns offiziell organisierte Party, die unter dem Motto „Cross Dressing“ stand (also die Männer verkleiden sich als Frauen und umgekehrt). Ein Riesenspaß, vor allem wenn alle fleißig mitmachen und kaum jemand ohne Verkleidung aufgetaucht ist.
Donnerstag, 6. Mai 2010
Wir haben eine Nature Tour mit ‚Coral Bay Charters‘ gemacht, wo wir nicht nur mit sieben Riffhaien schwimmen konnten, sondern auch noch Schildkröten und fünf Mantarochen gesehen haben! Wahnsinn! Der größte davon war über 4 Meter breit, ein ungeheuerliches, aber gleichzeitig wunderschönes Tier. Man lernte auf dieser Tour sehr viel über Korallen und die komplette Unterwasserwelt. Von dem Boot aus haben wir dann sogar noch Delfine gesehen. Ein sehr erfolgreicher Tag, der wohl nicht nur wegen dieser vielen tollen Tiere so besonders war. Das Beste an diesem Tag war wohl, dass die komplette Gruppe gemeinsam unterwegs war und wir nicht nur in unsere 2er Gruppen eingeteilt waren. Die Gruppendynamik war unbeschreiblich und einfach erste Sahne.
Am Abend musste dann jeder seine Präsentation halten, wo bei uns allen wohl ein bisschen die Aufregung durchkam. Es ist schließlich nicht leicht, in einer Fremdsprache einen Vortrag zu halten, während eine Jury vor einem sitzt und danach darüber entscheidet, ob man den absoluten Traumjob bekommt oder nicht. Jeder hat seine Aufgabe aber gut gemeistert und wir konnten erleichtert in einen weiteren, lustigen Abend starten.
Freitag, 7. Mai 2010
Letztendlich war der Freitag dann der Tag der Entscheidung, worauf niemand so wirklich Lust hatte. Die Jury wohl am allerwenigsten. Aber das gehörte zum Spiel und so kam es, dass sie sich für mich entschieden haben. Ich kann es noch immer nicht wirklich glauben und weiß gar nicht, wie ich meine Freude ausdrücken soll. Meine Freudentränen nach der Entscheidung haben da wohl mehr gesagt. Ich freue mich riesig, diese tolle Chance bekommen zu haben und kann es gar nicht erwarten, mich in all die Abenteuer zu stürzen. Teilweise ging es damit schon weiter, denn ich war übers Wochenende mit dem Easyriderbus in Karijini unterwegs. Einem wunderschönen Nationalpark mit riesigen Schluchten, in denen man sich so richtig austoben und viel klettern und schwimmen kann.
Ich kann nur sagen: Danke, danke, danke an alle, die WOW ins Leben gerufen haben! Es ist eine unglaubliche Chance und ich werde das Beste daraus machen.
Eure überglückliche Susan
Die Spannung steigt bei unseren beiden WOW-Finalistinnen
Melanie und Susan.
Das Abenteuer Westaustralien ist zum Greifen nah. Eine harte Wettbewerbswoche liegt vor ihnen, wenn Sie am 21. April 2010 in den Flieger nach Perth steigen.
Sie haben sich gegen über 100 Bewerberinnen und Bewerber durchgesetzt: Melanie Koch aus Fürth und Susan Jacob aus Lauingen haben sich in das große Finale im westaustralischen Perth gekämpft. Hier wartet die nächste Herausforderung auf sie. Sie treten gegen 5 internationale Bewerber in verschiedenen Disziplinen an: Sie schwimmen und schnorcheln mit Walhaien und Mantarochen, fahren ein Wettrennen auf Quadbikes und müssen einige andere Spiele vor den strengen Augen der Jury überstehen...und dann?!
das heißt, wir schicken dich nach Westaustralien, wo du für 6 Monate als Reisereporter (auf Englisch) von einzigartigen Abenteuertouren berichtest. Der hippe Easyrider Bus bringt dich zu den absoluten Hotspots des größten australischen Bundesstaates: Erlebe die wilden Delfine von Monkey Mia hautnah, begegne den Meeresgiganten am Ningaloo Reef oder hol dir den Adrenalinkick bei einem Fallschirmsprung über einem Nationalpark. Natürlich wirst du komplett ausgestattet mit allem, was du als „rasender Reporter“ benötigst: Laptop inkl. Internetzugang, Handy, Video- und Fotokamera. Unterkunft, Touren & Taschengeld sind ebenfalls im Preis inbegriffen.
I hope these people are ready to change their lives. I think for the WOW as a minimum this will be an inevitability. They cannot expect to go home the same person! A before and after image of the WOW should be interesting…it will show in the eyes…. A large part of the motivation for the WOW project is actually not commercial. I participated in the WHM visa scheme myself, ending up spending some 4-5 years in europe. This was a huge time for me and changed my direction and views considerably. Too many stories, Too many good times, Too many people…… I am enjoying being able to build the chance for someone to do something similar. Thanks have to go to the owners for allowing me to run with this and being responsive to the ideas behind it.
Tony Ahern
Ningaloo Club & Easyrider Adventure Travel
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